Tatort Kälberstall

#461 von caliburn , 08.09.2008 14:28

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.


Ich leide nicht unter Depressionen - sie sind meine besten Freunde.

Liebe ist nur ein schöner Traum.


 
caliburn
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Tatort Kälberstall

#462 von EinStein , 08.09.2008 19:10

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen. "Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.

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Tatort Kälberstall

#463 von Eradan , 08.09.2008 19:32

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"



Ich bin nicht dick, ich brauche nur viel Platz für meine inneren Werte.


 
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Tatort Kälberstall

#464 von caliburn , 09.09.2008 14:09

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
Neo King sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."


Ich leide nicht unter Depressionen - sie sind meine besten Freunde.

Liebe ist nur ein schöner Traum.


 
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Tatort Kälberstall

#465 von Eradan , 09.09.2008 19:45

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
Neo King sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.



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Tatort Kälberstall

#466 von caliburn , 09.09.2008 20:11

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
Neo King sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"


Ich leide nicht unter Depressionen - sie sind meine besten Freunde.

Liebe ist nur ein schöner Traum.


 
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Tatort Kälberstall

#467 von Eradan , 10.09.2008 12:34

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
Neo King sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.



Ich bin nicht dick, ich brauche nur viel Platz für meine inneren Werte.


 
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Tatort Kälberstall

#468 von caliburn , 10.09.2008 13:59

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
Neo King sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.
"Ne, du Blödmann!2, sagte caliburn, "das sind Gesetze, wie sich genetische Anlagen, z.B. die Farbe einer Blüte, von Generation zu Generation weitervererben, welche Anlage dominiert und somit immer wieder erscheint und welche nicht."


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Tatort Kälberstall

#469 von Eradan , 10.09.2008 20:26

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
Neo King sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.
"Ne, du Blödmann!", sagte caliburn, "das sind Gesetze, wie sich genetische Anlagen, z.B. die Farbe einer Blüte, von Generation zu Generation weitervererben, welche Anlage dominiert und somit immer wieder erscheint und welche nicht."
"Wow... Du hast ja echt was auf der Kirsche, Kleene...", bemerkte NeoKing sichtlich beeindruckt.



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Tatort Kälberstall

#470 von caliburn , 11.09.2008 18:33

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
Neo King sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.
"Ne, du Blödmann!", sagte caliburn, "das sind Gesetze, wie sich genetische Anlagen, z.B. die Farbe einer Blüte, von Generation zu Generation weitervererben, welche Anlage dominiert und somit immer wieder erscheint und welche nicht."
"Wow... Du hast ja echt was auf der Kirsche, Kleene...", bemerkte NeoKing sichtlich beeindruckt.
"Nee", wehrte caliburn ab, "nur Bio-Leistungskurs."


Ich leide nicht unter Depressionen - sie sind meine besten Freunde.

Liebe ist nur ein schöner Traum.


 
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Tatort Kälberstall

#471 von Eradan , 11.09.2008 23:01

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
Neo King sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.
"Ne, du Blödmann!", sagte caliburn, "das sind Gesetze, wie sich genetische Anlagen, z.B. die Farbe einer Blüte, von Generation zu Generation weitervererben, welche Anlage dominiert und somit immer wieder erscheint und welche nicht."
"Wow... Du hast ja echt was auf der Kirsche, Kleene...", bemerkte NeoKing sichtlich beeindruckt.
"Nee", wehrte caliburn ab, "nur Bio-Leistungskurs."
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Tatort Kälberstall

#472 von caliburn , 12.09.2008 16:59

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
Neo King sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.
"Ne, du Blödmann!", sagte caliburn, "das sind Gesetze, wie sich genetische Anlagen, z.B. die Farbe einer Blüte, von Generation zu Generation weitervererben, welche Anlage dominiert und somit immer wieder erscheint und welche nicht."
"Wow... Du hast ja echt was auf der Kirsche, Kleene...", bemerkte NeoKing sichtlich beeindruckt.
"Nee", wehrte caliburn ab, "nur Bio-Leistungskurs."
Eini stöhnte laut, als er das vernahm.
"Waaas?!", protestierte caliburn, "Ist das etwa ein Problem?"


Ich leide nicht unter Depressionen - sie sind meine besten Freunde.

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Tatort Kälberstall

#473 von Eradan , 12.09.2008 18:35

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
Neo King sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.
"Ne, du Blödmann!", sagte caliburn, "das sind Gesetze, wie sich genetische Anlagen, z.B. die Farbe einer Blüte, von Generation zu Generation weitervererben, welche Anlage dominiert und somit immer wieder erscheint und welche nicht."
"Wow... Du hast ja echt was auf der Kirsche, Kleene...", bemerkte NeoKing sichtlich beeindruckt.
"Nee", wehrte caliburn ab, "nur Bio-Leistungskurs."
Eini stöhnte laut, als er das vernahm.
"Waaas?!", protestierte caliburn, "Ist das etwa ein Problem?"
Eini grinste, als er antwortete: "Naja, wenn wir solche Intelligenzbestien unter uns haben..."



Ich bin nicht dick, ich brauche nur viel Platz für meine inneren Werte.


 
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Tatort Kälberstall

#474 von EinStein , 12.09.2008 21:03

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
NeoKing sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.
"Ne, du Blödmann!", sagte caliburn, "das sind Gesetze, wie sich genetische Anlagen, z.B. die Farbe einer Blüte, von Generation zu Generation weitervererben, welche Anlage dominiert und somit immer wieder erscheint und welche nicht."
"Wow... Du hast ja echt was auf der Kirsche, Kleene...", bemerkte NeoKing sichtlich beeindruckt.
"Nee", wehrte caliburn ab, "nur Bio-Leistungskurs."
Eini stöhnte laut, als er das vernahm.
"Waaas?!", protestierte caliburn, "Ist das etwa ein Problem?"
Eini grinste, als er antwortete: "Naja, wenn wir solche Intelligenzbestien unter uns haben..." Er ergänzte noch:" ... dann lösen wir das mit den geheimnisvollen Zeichen der Kälbchen doch schneller als gedacht.

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Tatort Kälberstall

#475 von Eradan , 12.09.2008 22:44

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
NeoKing sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.
"Ne, du Blödmann!", sagte caliburn, "das sind Gesetze, wie sich genetische Anlagen, z.B. die Farbe einer Blüte, von Generation zu Generation weitervererben, welche Anlage dominiert und somit immer wieder erscheint und welche nicht."
"Wow... Du hast ja echt was auf der Kirsche, Kleene...", bemerkte NeoKing sichtlich beeindruckt.
"Nee", wehrte caliburn ab, "nur Bio-Leistungskurs."
Eini stöhnte laut, als er das vernahm.
"Waaas?!", protestierte caliburn, "Ist das etwa ein Problem?"
Eini grinste, als er antwortete: "Naja, wenn wir solche Intelligenzbestien unter uns haben..." Er ergänzte noch:" ... dann lösen wir das mit den geheimnisvollen Zeichen der Kälbchen doch schneller als gedacht."
"Davon bin ich nicht so überzeugt", meldete sich nun Faye zu Wort, "in meinem Buch steht nämlich überhaupt nichts drin, was wir irgendwie gebrauchen könnten."



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Tatort Kälberstall

#476 von caliburn , 13.09.2008 20:22

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
NeoKing sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.
"Ne, du Blödmann!", sagte caliburn, "das sind Gesetze, wie sich genetische Anlagen, z.B. die Farbe einer Blüte, von Generation zu Generation weitervererben, welche Anlage dominiert und somit immer wieder erscheint und welche nicht."
"Wow... Du hast ja echt was auf der Kirsche, Kleene...", bemerkte NeoKing sichtlich beeindruckt.
"Nee", wehrte caliburn ab, "nur Bio-Leistungskurs."
Eini stöhnte laut, als er das vernahm.
"Waaas?!", protestierte caliburn, "Ist das etwa ein Problem?"
Eini grinste, als er antwortete: "Naja, wenn wir solche Intelligenzbestien unter uns haben..." Er ergänzte noch:" ... dann lösen wir das mit den geheimnisvollen Zeichen der Kälbchen doch schneller als gedacht."
"Davon bin ich nicht so überzeugt", meldete sich nun Faye zu Wort, "in meinem Buch steht nämlich überhaupt nichts drin, was wir irgendwie gebrauchen könnten."
"Vllt.", sagte caliburn, "hat das Ganze auch nix mit Vererbung zu tun - ich meine, IRGENDWIE schon - aber vllt. sollten wir uns nicht darauf konzentrieren, sondern vielmehr nach den motiven, weshalb die täter - oder wer auch immer - so ein Kalb haben zu wollen."


Ich leide nicht unter Depressionen - sie sind meine besten Freunde.

Liebe ist nur ein schöner Traum.


 
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Tatort Kälberstall

#477 von Eradan , 14.09.2008 09:52

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
NeoKing sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.
"Ne, du Blödmann!", sagte caliburn, "das sind Gesetze, wie sich genetische Anlagen, z.B. die Farbe einer Blüte, von Generation zu Generation weitervererben, welche Anlage dominiert und somit immer wieder erscheint und welche nicht."
"Wow... Du hast ja echt was auf der Kirsche, Kleene...", bemerkte NeoKing sichtlich beeindruckt.
"Nee", wehrte caliburn ab, "nur Bio-Leistungskurs."
Eini stöhnte laut, als er das vernahm.
"Waaas?!", protestierte caliburn, "Ist das etwa ein Problem?"
Eini grinste, als er antwortete: "Naja, wenn wir solche Intelligenzbestien unter uns haben..." Er ergänzte noch:" ... dann lösen wir das mit den geheimnisvollen Zeichen der Kälbchen doch schneller als gedacht."
"Davon bin ich nicht so überzeugt", meldete sich nun Faye zu Wort, "in meinem Buch steht nämlich überhaupt nichts drin, was wir irgendwie gebrauchen könnten."
"Vllt.", sagte caliburn, "hat das Ganze auch nix mit Vererbung zu tun - ich meine, IRGENDWIE schon - aber vllt. sollten wir uns nicht darauf konzentrieren, sondern vielmehr nach den motiven, weshalb die täter - oder wer auch immer - so ein Kalb haben zu wollen."
"Genauuuu...", brummte NeoKing genüsslich und grinste Caliburn frech an, "unsere Konifere hats mal wieder erfasst - es ist doch Scheißegal, wie die Kälber zu diesen Zeichen, die der Inspektor erwähnt hat, gekommen sind, viel wichtiger ist doch rauszufinden, ob es der oder die Täter nur wegen dieser komischen Zeichen gemacht haben und vor allem warum."



Ich bin nicht dick, ich brauche nur viel Platz für meine inneren Werte.


 
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Tatort Kälberstall

#478 von EinStein , 14.09.2008 16:46

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
NeoKing sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.
"Ne, du Blödmann!", sagte caliburn, "das sind Gesetze, wie sich genetische Anlagen, z.B. die Farbe einer Blüte, von Generation zu Generation weitervererben, welche Anlage dominiert und somit immer wieder erscheint und welche nicht."
"Wow... Du hast ja echt was auf der Kirsche, Kleene...", bemerkte NeoKing sichtlich beeindruckt.
"Nee", wehrte caliburn ab, "nur Bio-Leistungskurs."
Eini stöhnte laut, als er das vernahm.
"Waaas?!", protestierte caliburn, "Ist das etwa ein Problem?"
Eini grinste, als er antwortete: "Naja, wenn wir solche Intelligenzbestien unter uns haben..." Er ergänzte noch:" ... dann lösen wir das mit den geheimnisvollen Zeichen der Kälbchen doch schneller als gedacht."
"Davon bin ich nicht so überzeugt", meldete sich nun Faye zu Wort, "in meinem Buch steht nämlich überhaupt nichts drin, was wir irgendwie gebrauchen könnten."
"Vllt.", sagte caliburn, "hat das Ganze auch nix mit Vererbung zu tun - ich meine, IRGENDWIE schon - aber vllt. sollten wir uns nicht darauf konzentrieren, sondern vielmehr nach den motiven, weshalb die täter - oder wer auch immer - so ein Kalb haben zu wollen."
"Genauuuu...", brummte NeoKing genüsslich und grinste Caliburn frech an, "unsere Konifere hats mal wieder erfasst - es ist doch Scheißegal, wie die Kälber zu diesen Zeichen, die der Inspektor erwähnt hat, gekommen sind, viel wichtiger ist doch rauszufinden, ob es der oder die Täter nur wegen dieser komischen Zeichen gemacht haben und vor allem warum." "Ja dann lesen wir mal weiter." meinte Eini und vertiefte sich weiter in seinen dicken Wälzer.

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#479 von caliburn , 14.09.2008 20:10

"Ich möchte bloß mal wissen, warum", knurrte NeoKing und schaute Thilo fragend an, aber der zuckte nur mit den Achseln.
"Das hat mir die Polizei auch nicht verraten.", sagte er.
"Die werden schon ihren Grund gehabt haben." meinte Eini.
"Na hör mal!", fuhr Faye auf, "Carsten wäre doch wohl der Letzte, der mit dem Verschwinden der Kälber zu tun hätte!"
"WArum?"; fragte caliburn unsicher.
"Na, weil... weil...", stammelte sie zunächst, fasste sich aber gleich wieder, "weil der doch mit Kälbern überhaupt nichts zu tun hat."
Caliburn fragte: "Woher willst du denn das wissen?"
"Weil er arbeitsmäßig damit nun mal nichts zu tun hat", erwiderte Faye ärgerlich, "und deswegen konnte er auch gar nichts von der bevorstehenden Geburt der Kälber wissen."
Eini hatte da aber einen Einwand :" Das stimmt aber nicht so ganz, denn wenn jemand weiß ob und wann eine Kuh kalbt, dann is es eher Carsten als Thilo."
Diese Antwort überraschte Caliburn und weil ihr die innerbetriebliche Struktur des Hofes verständlicherweise nicht bekannt war, fragte sie: "Wieso, welche Aufgabe hat dieser Carsten denn hier bei euch?"
Eini antwortete :"Carsten is für den Stall und die Landwirtschaft der Chef und Thilo is der Chef von der Molkerei und die Milchfahrer."
"Ach so...", Caliburn dachte kurz nach, "dann ist ein Verdacht wohl begründet...?"
"Scheint so.", sagte eini traurig.
"Ich würde sagen, wir warten erstmal ab, was die Grünen mit Carsten machen, und dann sehen wir weiter", schlug NeoKing vor.
"und in der Zwischenzeit...?", schob caliburn ein.
"Maaannn, guck dir Wetterfeld an oder hilf beim Melken oder Füttern der Kühe oder sonstwas!", fuhr NeoKing unerwartet auf, dass caliburn ängstlich zusammenzuckte.
"Wir könnten ja auch mal ne kleine Pause vom Detektiv spielen machen und ich lad euch alle zum Eis ein." schlug Eini vor und hoffte auch, dass sich die Laune dadurch verbesserte.
"Ja, genau - kühlen wir unsere Gemüter ein wenig ab", stimmte Faye zu, "und dabei können wir ja beratschlagen, wie es weitergehen soll."
Also gingen sie alle zu den autos, stiegen ein, und fuhren ins nahe gelegene Laubach.
Während der Fahrt sagte Faye plötzlich: "Wisst ihr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Verschwinden der Kälbchen mit diesen Zeichen zu tun hat, die der Inspektor erwähnt hat... diese komischen Zeichen auf der Stirn... naja, und dass sie auch noch vollkommen schwarz waren - ist das nicht recht ungewöhnlich, Eini?"
"Ja genau das ist wirklich selten, dass so Kälbchen nur schwarz sind und normal haben wir ja nur braunweiße Kühe und wir haben auch ein schwarzweißes Kälbchen, das aber putzmunter ist." erzählte Eini.
"Es könnte ja sein", meldete sich nun Caliburn zu Wort, "dass bei der Befruchtung der Kuh absichtlich das Sperma eines ganz besonderen Stiers verwendet wurde... ich meine damit, dass gezielt auf die Zeugung solcher Kälber, wie sie hier geboren wurden, hingearbeitet wurde."
NeoKing rollte ein wenig genervt mit den Augen und sagte etwas unwirsch: "Es könnte aber auch nur Zufall sein, nicht?", worauf die anderen wie aus einem Munde "Nein!" riefen.
"Ihr wollt wohl nicht an einen Zufall glauben." meinte NeoKing.
"Nein, jetzt nicht mehr, denn Calis Vermutung ist gar nicht mal so abwegig", sagte Eini und warf Caliburn einen bewundernden Blick zu. "Ich wüßte aber nicht, dass wir hier mit Spermien herumexperimentieren." meinte Eini.
Caliburn grinste: "Naja, vllt. hat dir deim Chef nicht alles verraten."
"Hmm. Ich bin ja zu 99% auch nur in der Molkerei am werkeln und vom Stall bekomm ich so gut wie garnichts mit."
"Aber", wandte Faye jetzt ein, "warum zum Teufel sollte dein chef mit so etwas experimentieren?"
"Experimentieren würde ich nicht sagen, sondern, wie ich schon sagte, ganz gezielte Zeugung", äußerte Caliburn.
"Und für welchen Zweck?, sagte Faye und schaute caliburn skeptisch an.
"Das müssen wir eben herausfinden und ich glaube, das hängt mit diesen Zeichen auf der Stirn zusammen", erklärte Caliburn und sie schien von ihrer Vermutung sehr überzeugt zu sein.
Einstein wiegte seinen Kaopf hin und her und überlegte, dann sagte er mehr gedankenverloren und zu sich selbst: "Am Besten würde man so etwas vllt. in der bibliothek herausbekommen."
"Gibts denn hier sowas überhaupt?", erkundigte sich Caliburn und meinte damit eigentlich die nähere Umgebung, aber NeoKing bezog die Frage auf sein heimatliches Hessen und das ärgerte ihn, daher erwiderte er auch ziemlich giftig: "Natürlich gibts hier sowas, Du Fischkopp!"
"Jetzt sei doch nicht beleidigt, NeoKing!", schimpfte caliburn und sah eineschnappt weg.
"Wir haben hier in Laubach ein Heimatmuseum, aber da werden wir solche Bücher nicht finden und höchstens in der Schloßbibliothek, aber ich weiß nicht ob die so ein Buch haben." meinte Eini.
"Versuchen können wir es ja oder zumindest können die uns weiterhelfen", schlug Faye vor, dann wandte sie sich vorwurfsvoll an NeoKing, "und Du hörst endlich mal mit Deinem verfluchten Gestänker auf - Caliburn hat Dir nichts getan, also brauchst Du sie auch nicht zu beleidigen."
"Och, menno.", grummelte NeoKing und spielte die beleidigte Leberwurst, während sich caliburn hinterm Steuer ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Kurz darauf waren sie auch schon vor dem Laubacher Schloß angekommen. Caliburn war sichtlich beeindruckt von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg, mehr aber, als ihr Eini erklärte: "Die Laubacher Bibliothek ist übrigens eine Präsenzbibliothek und hat etwa 40.000 Titel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und ca. 50.000 aus dem 20. Jahrhundert."
Auch NeoKing staunte und meinte :" Hier werden wir sicherlich was finden.
Motiviert stürmten sie in das Schlossinnere, wurde aber schon nach wenigen Metern von eine resoluten Bibliothekarin forsch zurückgehalten: "Was fällt euch ein, hier hereinzustürmen wie eine Horde Wilder?!"
"Wir suchen ganz ganz dringend ein Buch und es geht um Leben und Tod!" übertrieb Eini etwas.
Die Bibliothekarin schaute ihn denn auch ziemlich verstört an und fragte: "Das ist doch jetzt sicherlich nur ein schlechter Scherz oder?"
"Naja etwas übertrieben, aber wir ermitteln in einem Kriminalfall und brauchen ganz dringend ein Buch." antwortete Eini.
Die Bibliothekarin schaute alle skeptisch an, dann seufzte sie laut und fragte etwas versöhnlicher: "Um welches buch handelt es sich denn, ihr Hobbydetektive?"
Die vier schauten sich betroffen an. "Es geht um Kälberzucht und Weitervererbung von genetischen Merkmalen." sagte Eini und hoffte stark darauf, dass sie die vier nicht für dumm verkaufen würde.
"Tja... da muss ich mal im Computer nachsehen, ob wir sowas Spezielles überhaupt haben", antwortete die Bibliothekarin sehr nachdenklich, während sie zu ihrem Schreibtisch ging. Fast im Zeitlupente,po, so kam es ihnen vor, tippte die Frau Buchstaben für Buchstaben in den Rechner ein, schaute dann eine Unendlichkeit bewegungslos auf den Rechner, tippte erneut Buchstaben ein und schaute wieder auf den Rechner.
"Hmmm... hier hätte ich vielleicht was - einmal das Handbuch der Tierzüchtung in drei Bänden von John Hammond... dann hier Band 4 vom Handbuch der Landwirtschaft von Hansen mit dem Titel Allgemeine Tierzuchtlehre... und dann noch Band 5 Besondere Tierzuchtlehre", sie schaute die Vier fragend an. "Ist etwas dabei, was euch interessiert?"
Faye, Caliburn und NeoKing zuckten mit den Achseln und schauten ratlos zu Eini. Dieser sagte nach kurzem Zögern: "Joa, also wir müssten uns das mal anschauen - wären Sie so nett, uns zu sagen, wo wir die Bücher finden?"
NeoKing platzte dazwischen und meinte :" Können wir uns vielleicht gleich alle 3 Bücher mal für einen Tag ausleihen?" und gucke sie ganz lieb an.
Die Bibliothekarion lächelte jovial und erwiderte: "Die Ausleihfrist bei uns beträgt im allgemeinen vier Wochen, junger Mann."
Oh", stutzte NeoKing, "Na, wenn das so ist."
"Sind denn das überhaupt die richtigen Bücher, ich meine, können wir damit denn was anfangen?", wandte sich Caliburn an Eini.
"Ja die Titel von den Büchern hören sich echt vielversprechend an." meinte er.
"Na, dann nehmen wir die eben", meldete sich nun auch Faye und schob Eini entschlossen zum Tisch der Bibliothekarin, was diese mit einem spöttischen Lächeln zur Kenntnis nahm.
Mit den Büchern unter den Armen gingen sie freudestrahlend aus der Bibliothek und waren sich sicher das Verschwinden der Kälbchen auch ohne die Polizei lösen zu können. Sie fuhren gemeinsam zu Einstein nach Hause, um dort ungestört einen Blick in die Bücher werfen zu können.
"Oh Mann, wer soll das hier verstehen?", stöhnte NeoKing, als er die ersten Seiten eines der Bücher überflog.
"Ja das ist wirklich ein schweres Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen." gab Eini zu. "Aber es nützt nichts", fuhr er fort, "da müssen wir durch, also lies weiter, NeoKing!"
"Ich glaube, alleine schaffen wir das nicht - ich meine so ohne Fachmann", stöhnte nun auch Faye und schaute Eini verzweifelt an.
"Ihr habt doch mich!", antwortet Eini mit einem dicken Grinsen.
"Ja dann mach mal." meinte NeoKing und hielt ihm grinsend seinen dicken Wälzer vor die Nase.
"Ne, so war das nun auch nicht gemeint", protestierte Eini, "ein bisschen müsst ihr schon mithelfen!"
NeoKing sah ihn enttäuscht an und versteckte sich wieder hinter dem Buch, leise murmelnd: "Dann eben nicht."
"Hast Du denn wirklich Ahnung von Vererbungslehre?", fragte Caliburn nach einiger Zeit des allgemeinen Schweigens und Blätterns in den Büchern und schaute Eini verzweifelt an.
Einstein erwiderte: "Nö, aber ich dachte mir, das wir hier vielleicht was finden könnten - guck mal, hier steht was von Mendelschen Gesetzen!"
"Ist das was zum Essen?", fragte NeoKing und blickte neugierig zu Eini hinüber.
"Ne, du Blödmann!", sagte caliburn, "das sind Gesetze, wie sich genetische Anlagen, z.B. die Farbe einer Blüte, von Generation zu Generation weitervererben, welche Anlage dominiert und somit immer wieder erscheint und welche nicht."
"Wow... Du hast ja echt was auf der Kirsche, Kleene...", bemerkte NeoKing sichtlich beeindruckt.
"Nee", wehrte caliburn ab, "nur Bio-Leistungskurs."
Eini stöhnte laut, als er das vernahm.
"Waaas?!", protestierte caliburn, "Ist das etwa ein Problem?"
Eini grinste, als er antwortete: "Naja, wenn wir solche Intelligenzbestien unter uns haben..." Er ergänzte noch:" ... dann lösen wir das mit den geheimnisvollen Zeichen der Kälbchen doch schneller als gedacht."
"Davon bin ich nicht so überzeugt", meldete sich nun Faye zu Wort, "in meinem Buch steht nämlich überhaupt nichts drin, was wir irgendwie gebrauchen könnten."
"Vllt.", sagte caliburn, "hat das Ganze auch nix mit Vererbung zu tun - ich meine, IRGENDWIE schon - aber vllt. sollten wir uns nicht darauf konzentrieren, sondern vielmehr nach den motiven, weshalb die täter - oder wer auch immer - so ein Kalb haben zu wollen."
"Genauuuu...", brummte NeoKing genüsslich und grinste Caliburn frech an, "unsere Konifere hats mal wieder erfasst - es ist doch Scheißegal, wie die Kälber zu diesen Zeichen, die der Inspektor erwähnt hat, gekommen sind, viel wichtiger ist doch rauszufinden, ob es der oder die Täter nur wegen dieser komischen Zeichen gemacht haben und vor allem warum."
"Ja dann lesen wir mal weiter." meinte Eini und vertiefte sich weiter in seinen dicken Wälzer.
Faye stöhnte auf, riss Einstein das Buch aus der Hand und warf es achtlos in die Ecke, während sie sagte: "Warum willst du denn in diesen unverständlichen Schicken lesen, wenn, wie cali es just festellte, BLANKER UNSINN IST, da hier nix brauchbares drin steht.?"


Ich leide nicht unter Depressionen - sie sind meine besten Freunde.

Liebe ist nur ein schöner Traum.


 
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Tatort Kälberstall

#480 von Eradan , 15.09.2008 17:42

...
Caliburn ließ Eini jedoch gar nicht erst zu Wort kommen, sondern blaffte Faye wütend an: "Eh, behandle diese kostbaren Bücher gefälligst mit Respekt und du Bildungsprotz...", damit wandte sie sich an NeoKing, "... wenn du nicht über die Bedeutung eines Wortes Bescheid weißt, dann nimm es auch nicht in den Mund!"



Ich bin nicht dick, ich brauche nur viel Platz für meine inneren Werte.


 
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